Der isländische Vulkan Eyjafjalla

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Alles Lob gebührt dem Herrn der Welten. Er, Der den Tod und das Leben erschaffen hat, damit Er euch prüfe, wer von euch die besten Taten begeht. Und Er ist der Allmächtige und Allvergebende. Ich bezeuge, dass es keinen anbetungswürdigen Gott gibt außer Allah allein, Der ohne ebenbürtigen Partner ist. Ihm gehört die Herrschaft, und Ihm gehört alles Lob, und Er hat zu allem die Macht. Und ich bezeuge, dass Muĥammad Sein Diener und Gesandter ist, der Frohbote und Warner und die lichtspendende Leuchte, möge Allah ihn loben und Heil schenken, ihm, seiner Familie und all seinen Gefährten, solange, bis der Tag der Auferstehung anbricht.

Um fortzufahren:

Flugzeuge bleiben am Boden, Flughäfen wurden geschlossen und Flüge gestrichen. Über hundertdreizehn Flughäfen in ganz Europa schließen ihren Luftraum gegenüber dieser weltweiten Katastrophe. Mehr als dreiundsechzigtausend Flüge wurden gestrichen. Die wirtschaftlichen Schäden für die Fluggesellschaften belaufen sich auf über zweihundert Millionen Dollar täglich. Die Anzahl der Menschen, die von diesem Flugverbot betroffen sind, übersteigt über weitem die sieben Millionen Grenze. Die Verbindungsstricke zu ihnen sind abgeschnitten! Die Flughallen sind zu Schlafkasernen umfunktioniert worden. Die Aufgabe der Flughafenbetreiber ist nun die Versorgung dieser Menschen mit Nahrungsmittel und Schlafmöglichkeiten.

Europa gleicht einem Kontinent, der vom Rest der Welt abgeschnitten ist. Der ganze Luftraum ist zu erliegen gekommen. So etwas gab es in der Luftraumgeschichte noch nie. Viele haben diese Katastrophe zur schlimmsten Katastrophe in der Geschichte des zivilen Luftraums gezählt.

1.         Darum zieht die Lehre daraus, o die ihr Einsicht besitzt:

Diese „kleine“ Vulkanasche schürt in einem ganzen Kontinent Angst und Schrecken und bringt ihren gesamten Luftraum zum erliegen. Was wäre wohl, wenn mehrere Vulkane gleichzeitig ausgebrochen wären?!

Dies ist ein Ereignis, die bei uns Bedenken und Besinnung erwecken sollten. Wir müssen über solche Ereignisse ernsthaft nachdenken und unsere Lehren daraus ziehen. Ein Muslim lässt kein Ereignis einfach so vergehen, ohne sich darüber ernsthaft auf Grundlage seines Glaubensfundamentes (’Aqīdah) und seines Glaubens auf Allah Gedanken gemacht zu haben. Er ist sich bewusst, dass alles Gute, das auf dieser Welt geschieht, durch die Gnade Allahs geschieht. Und alles Böse auf dieser Welt geschieht durch die Kenntnis des erhabenen Allahs. "Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden."1 Er ist Weise in allem, was Er bestimmt und auswählt: "Er wird nicht befragt nach dem, was Er tut; sie aber werden befragt."2

2.         Und Wir senden die Zeichen nur, um Furcht einzuflößen:

Vulkane und Erdbeben sind Heerscharen des erhabenen Allahs. Er schickt sie über Seine Diener, die Er will, wann Er will und wie Er will, als Warnung, Drohung, Prüfung und Bestrafung. "Aber niemand weiß über die Heerscharen deines Herrn Bescheid außer Ihm. Und es ist nur eine Ermahnung für die Menschenwesen."3

Zu den Heerscharen des erhabenen Allahs gehört auch diese Aschenwolke, die aus mineralischen Teilchen und feinsten Gesteinbruchpartikeln. Die Asche-Teilchen können Rotorschaufeln der Flugzeuge zerstören und die Düsentriebwerke stoppen. Die hohen Temperaturen wandeln die Asche-Teilchen in flüssiges Glas um, das die Lüftungsklappen verklebt. Abgekühlte Glas-Teilchen setzen sich an den Turbinenschaufeln fest und blockieren diese. Deshalb wurde diese Aschewolke auch als Killer-Wolke bezeichnet.

Sie beschränken sich in ihren Analysen lediglich auf die Behauptung, dass dies ein Naturphänomen ist, das nach bestimmten Gesetzen ausgelöst wird. Dabei vernachlässigen sie Denjenigen, Der die alleinige Kontrolle über dieses Universum hat. Wer ist derjenige, der dieses Universum nach diesen Gesetzen führt und ihre Zeichen über jeden sendet, die Er will?! "Er ist es, Der euch den Blitz (als Grund) zur Angst und zum Begehren sehen und die schweren Wolken entstehen lässt. Und der Donner lobpreist Ihn und (desgleichen) die Engel aus Furcht vor Ihm. Und Er sendet die Donnerschläge und trifft damit, wen Er will. Dabei streiten sie über Allah, wo Er doch stark im Streiten ist."4

3.         Und es ist nur eine Ermahnung für die Menschenwesen:

Das, was geschehen ist, ist eines der Zeichen Allahs, die Er zu Seinen Dienern schickt, als Erinnerung und Ermahnung für die Gläubigen und den Widersachern Angst und Furcht einzuflößen. Ein gläubiges Herz lässt sich durch diese Ereignisse ermahnen und kehrt zu ihrem Herrn reumütig zurück. Die nachlässigen Herzen hingegen sind lediglich mit den materiellen Schäden beschäftigt und befolgen das Weltgeschehen aus einer anderen Perspektive. Sie bewundern diesen Vulkan und vergessen gleichzeitig dabei den Herrn dieses Vulkans. "Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter ab. Jene sind (überhaupt) die Unachtsamen."5

Zu den Zeichen des Verhärtens der Herzen und ihrer Vernichtung gehört, dass die Menschen von diesen furchteinflößenden Ereignissen hören und diese schweren Ermahnungen sehen und dann zu ihren Übertretungen und Sünden zurückkehren, so als wäre nie etwas geschehen. Sie lechzen ihren Gelüsten nach, ohne wirklich eine Lehre aus solchen Ereignissen gezogen zu haben oder sich von dieser Ermahnung beeindruckt zu sein.

4.         Ein Muslim ist sensibel und besitzt ein aufgewecktes Herz:

Diese furchteinflößenden Ereignisse hinterlassen Spuren in seinem Innern. Dabei nimmt er sich den Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zum Vorbild, der, wenn ein starker Wind wehte oder der Himmel bewölkt war, man dies am Ausdruck seines Gesichts sah. Er kam zurück und war sehr besorgt, da er befürchtet hatte, dass eine Strafe bevorsteht.

’Ā`ischah, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: „An den Tagen, an denen ein starker Wind wehte und sich der Himmel bewölkte, war ein Ausdruck des Unbehagen auf dem Gesicht des Gesandten Allahs zu erkennen. Und er pflegte hin und her zu gehen. Regnete es, so wurde er froh, und das Unbehagen wich von ihm. Als ich ihn nach dem Grund (seines Unbehagen) fragte, sagte er: „Ich befürchtete, es wäre eine Strafe gewesen, die Allah über meine Ummah (Gemeinschaft) hätte hereinbrechen lassen.“ Er pflegte auch folgendes zu sagen, wenn er es regnen sah: „O Allah, lass es eine Gnade sein!““6

Das fühlte er, wenn er lediglich eine Bewölkung sah. Was ist mit dieser Aschewolke, die über elf Kilometer in den Himmel geragt ist?!

Den Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, packte die Angst, wenn er eine Sonnenfinsternis sah. Er stand auf und schleifte sein Obergewand hinter sich her, bis er die Moschee betrat, weil er befürchtete, dass der jüngste Tag anbrechen könnte. Doch in unserer Zeit werden solche Ereignisse nur noch nebenbei wahrgenommen.

5.         Sie schätzen Allah nicht ein, wie es Ihm gebührt. Allah ist wahrlich Stark und Allmächtig:

Das, was geschehen ist, ist ein Zeugnis für die Stärke Allahs, des Erhabenen. Seine Macht steht über alle Macht, Erhaben ist Er, und Seine Stärke besiegt alles. Er zeigte uns die Wunder Seiner Macht und die Zeichen Seiner Stärke.

Das, was Allah will, wird geschehen und das, was Allah nicht will, wird nicht geschehen! Und Er hat zu allem die Macht. "Allah ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat, und von der Erde gleich (viel). Der Befehl (Allahs) kommt wahrhaftig zwischen ihnen herab, damit ihr wisst, dass Allah zu allem die Macht hat und dass Allah ja alles mit Seinem Wissen umfasst."7

6.         Die Ohnmacht des Sohns Adams:

Egal, wie sehr der Mensch das Maß überschreitet, überheblich wird und tyrannisch auf dieser Erde wird und egal wie sehr er glaubt, nun die Stufe der Vollkommenheit erreicht zu haben, die ihn von seinem Schöpfer unabhängig machen, sendet Allah Dinge, die ihm seine Schwächen, seine Ohnmacht und seine Bedürftigkeit zu seinem Herrn aufzeigen: "O ihr Menschen, ihr seid es, die Allahs bedürftig sind; Allah aber ist der Unbedürftige und Lobenswürdige."8

Was konnten diese Staaten dieser Wolke entgegensetzen? Wo ist ihr technologischer Fortschritt und ihre Überlegenheit gegenüber diesen Heerscharen des erhabenen Allahs geblieben?! Können sie dieser Wolke irgendetwas entgegensetzen oder sie zumindest stoppen? Nein!

Sie verfolgen diese Ereignisse und können ihr nichts entgegensetzen. Obwohl sie zu diesem enormen Fortschritt gelangt sind, sind sie letztendlich doch Machtlos gegenüber den  Heerscharen des erhabenen Allahs.

Wo ist ihre Stärke geblieben? Wo sind ihre Wissenschaft und ihre Erkenntnisse geblieben? Wo sind ihre Erfindungen geblieben? Hat all das etwas aufhalten können, was Allah bestimmt hat? Hat all das eine Strafe zurückhalten können, dass Allah gesendet hat?

In einen kleinen Zeitraum wurde aus Sicherheit Angst. In wenigen Stunden wurden aus den Millionen Gewinnen der Flugunternehmen, Millionen Verluste. Ein gesamter Kontinent ist innerhalb kürzester Zeit machtlos gegenüber dieser gewaltigen Macht, obwohl sie doch so weit fortgeschritten sind. All das, damit Allah ihnen ihre Grenzen und ihre Ohnmacht aufzeigt und verdeutlicht. Und damit sie über Seine folgende Aussage nachdenken: "Sag: Die Angelegenheit ist ganz und gar (in) Allahs (Entscheidung)."9

7.         Wo ist diese wirtschaftliche Macht geblieben:

Wie oft schon haben sie mit ihrer wirtschaftlichen Macht geprahlt und andere damit tyrannisiert. Wie oft waren sie von dieser Macht geblendet gewesen. Doch dieser Fortschritt konnte dieser Aschenwolke nichts entgegensetzen. "Oder wer ist denn dieser, der euch eine Heerschar wäre, die euch helfen (sollte) außer dem Allerbarmer? Die Ungläubigen befinden sich nur im Trug."10

Sie befinden sich im Trug und glauben, sie wären in Sicherheit, Schutz und Zufriedenheit. Als sie glaubten, die Himmel mit ihren modernen Flugzeugen beherrschen zu können, hat ein Vulkan seine Asche zu ihnen geschickt, um ihnen zu zeigen, dass ihre Flugzeuge unfähig sind, dieser Wolke entgegen zu stehen. "[…] bis dann, wenn die Erde ihren Prunk angenommen hat und sich geschmückt hat und ihre Bewohner meinen, dass sie Macht über sie hätten, kommt Unser Befehl über sie bei Nacht oder bei Tag […]."11

8.         Euch aber ist vom Wissen gewiss nur wenig gegeben:

Wo ist das Wissen, der Fortschritt, die Technologie geblieben, um diese Aschenwolke zu vernichten?!

9.         Es gibt kein Entkommen von Ihm außer zu Ihm:

Der Mensch, egal wie mächtig, stark und schlau er sein mag, wirkt machtlos vor diesen gewaltigen Zeichen, sodass ihm keine andere Möglichkeit mehr gibt, außer zu Allah zu entkommen, Der ja all das schuf. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich Ihm zu unterwerfen und ihn aufrichtig und reumütig um Hilfe und Beistand zu bitten. Deshalb ist es auch das Gebet beim Eintreffen solcher gewaltigen Naturereignisse erlassen worden, wie Sonnen- und Mondfinsternis. „Wahrlich, beides sind Zeichen des erhabenen Allahs. Wenn ihr sie sehen solltet, dann flüchtet zum Gebet.“

10.       Gepriesen sei Derjenige, der die Kontrolle über alles hat:

Wie schnell kann sich wahrlich eine Situation ändern und wie schnell können sich die Lagen verändern. Wenn Allah etwas will, dann braucht Er dazu nur „Sei“ zu sagen und es geschieht. Niemand kann Seine Entscheidung widerrufen und ihr etwas entgegenstellen.

Die Menschen waren tief versunken in ihrem Alltag, bis plötzlich und ohne Vorboten der Vulkan sie mit seiner Aschewolke überrascht und erschreckt hat. Er durchkreuzte ihre Pläne und ihr Vorhaben.

Ein Muslim jedoch wird durch solche Ereignisse wachgerüttelt und an den Jüngsten Tag erinnert: "Und diejenigen, die ungläubig sind, werden nicht aufhören, daran zu zweifeln, bis plötzlich die Stunde über sie kommt oder die Strafe eines unheilvollen Tages über sie kommt."12 Der erhabene Allah sagte auch: "Glauben sie denn, sicher zu sein davor, dass eine überdeckende Strafe von Allah über sie kommt oder dass plötzlich die Stunde über sie kommt, ohne dass sie merken?"13

11.       Die Wunder Allahs bezüglich Seiner Stärke:

Dieses glühende Feuer lässt der erhabene Allah aus den Tiefen der Eisschicht hervorkommen und unter einem vereisten Fluss. Wie groß ist gewiss die Stärke Allahs und wie überwältigend sind Seine Wunder, die Er hervorbringt, um die Achtlosen zu wecken und zum Nachdenken anzuregen: "Wir werden ihnen Unsere Zeichen am Gesichtskreis und in ihnen selbst zeigen, bis es ihnen klar wird, dass es die Wahrheit ist. Genügt es denn nicht, dass dein Herr über alles Zeuge ist?"14

Allah zeigt den Menschen Seine Zeichen in ihnen selbst und im Universum, um ihnen Seine bezaubernde Schaffung und Seine gewaltige Macht zu zeigen, damit ihnen die Wahrheit ersichtlich wird. Die im Stich gelassenen sind jene, die sich trotzdem widersetzen!

12.       Dieses Feuer erinnert an das Höllenfeuer:

Die Lava dieses Vulkans hat eine Temperatur von tausendzweihundert Grad erreicht. Er hat etwas zehn Prozent vom Eis zum Schmelzen gebracht. Dies ist das Feuer dieser Erde. Wie mag wohl das Feuer des Jenseits sein! Deshalb sagte der erhabene Allah auch im Bezug auf das irdische Feuer: "Wir haben es ja zur Erinnerung (an das Höllenfeuer) gemacht."15 Sie soll an das große Höllenfeuer im Jenseits erinnern. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hat gesagt: „Dieses euer Feuer, das der Sohn Adams (d.h. die Menschen) anzündet, gleicht in Bezug auf die Hitze nur einem Teil von siebzig Teilen, die die Hitze des Höllenfeuers ausmachen.“16

13.       Niemand weiß, was er morgen erwerben wird:

Die Aschenwolke führte dazu, dass der gesamte Luftraum geschlossen wurde, sodass Millionen von Reisenden nicht zu ihren Zielorten gelangen konnten. Viele waren gezwungen, ihren Angehörigen Hilfen zu schicken, damit sie wieder heimkehren konnten.

Zahlreiche Kongresse und Termine wurden abgesagt. Viele Menschen mussten in den Flughallen übernachten, weil sie keine andere Alternative hatten. "Wenn ich das Verborgene wüsste, würde ich mir wahrlich viel Gutes verschaffen, und Böses würde mir nicht widerfahren."17

14.       Und was immer euch an Unglück trifft, es ist für das, was eure Hände erworben haben. Und Er verzeiht vieles:

Dies ist eine göttliche Fügung. Immer wenn die Sünden, die Ungerechtigkeit und das Morden zahlreich werden, häufen sich auch gleichzeitig die Katastrophen, wie tödliche Wirbelstürme, verheerende Überschwemmungen, zerstörerische Erdbeben, vernichtende Vulkane, tödliche Krankheiten, ansteckende Seuchen, zerstörerische Kriege und Leere in den Herzen und Kassen. Allah sendet diese als Ermahnung an die Menschen. Er innert sie an Seine Macht und dass wenn sie sich von Ihm entfernen sollten, Er sie mit solchen Katastrophen vernichten kann: "Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben, damit Er sie einiges von dem kosten lässt, was sie getan haben, auf dass sie umkehren mögen."18

15.       Des einen Leid ist des anderen Freud:

Neben diesem Verlust, den die Fluggesellschaften erleiden müssen, erfreuen sich Bahn- und Busunternehmen an steigende Umsätze. Auch die Hotels erleben zurzeit einen enormen Andrang. Die Bahnunternehmen setzen weitere Züge ein, um diesem großen Ansturm an Passagiere Herr zu werden. Auch sie die Fahrtkosten erheblich gestiegen.

Gepriesen sei deshalb Derjenige, Der die Lebensunterhalt verteilt. In der Zeit, wo andere ihre enormen Verluste beklagen, erfreuen sich anderen an steigende Einkünfte, mit denen sie nicht gerechnet hatten.

16.       Sich bewusste machen, welche Gnade und Gunst Allah uns gewährt hat:

Derjenige, der das Leid sieht, dass die Menschen in den Flughäfen ereilt haben, sollte Allah dafür danken, dass er nicht zu diesen Betroffen gehört. Sie schlafen in den Abfertigungshallen und von diesen langen Strapazen müde und erschöpft. Wir sollten Allah für unser Wohlergehen danken und ihn lobpreisen.

Ein Muslim lässt sein eigenes Leid in seinen Augen schrumpfen, wenn er das Leid sieht, das anderen ereilt hat. Er lobpreist Allah und dankt ihm für die Gnade, die Er ihm gewährt hat.

17.       Zahlreiche Eindrücke

All diese Vulkane und Erdstöße erinnern uns an das große Erdbeben, das noch kommen wird. Dieser eine Vulkan hat Angst und Schrecken verbreitet, wie sieht es dann aus, wenn die gesamte Erde anfängt beben: "O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn. Gewiss, das Beben der Stunde ist eine gewaltige Sache. An dem Tag, da ihr es seht, wird jede Stillende (aus Entsetzen) übersehen, was sie (soeben) stillt, und jede Schwangere wird mit dem niederkommen, was sie trägt. Und du siehst die Menschen trunken, obwohl sie nicht betrunken sind; aber die Strafe Allahs ist streng."19

Diese Aschenwolke, die die Sonne verdunkelt hat, erinnert uns an den folgenden Vers: "Wenn die Sonne umschlungen wird […]."20 Das heißt, wenn ihr Licht verloren geht.

Und die brennenden Vulkansteine, die in die Luft geschossen werden, erinnern uns an den Vers: "[…] und wenn die Sterne verstreut werden."21 Das heißt, wenn sie auf die Erde hinab fallen werden.

Dass Flugzeuge am Boden blieben, Flughäfen geschlossen und Flüge gestrichen wurden, erinnert uns an den Vers: "[…] und wenn die trächtigen Kamelstuten vernachlässigt werden."22 Hier sind die besten Kamelstuten gemeint, die trächtig sind. Damals waren diese Kamelstuten die Geldanlagen der Araber gewesen. Der erhabene Allah zeigt uns in diesen Versen, dass wenn Sein Befehl kommt, all diese materiellen Dinge ihre Bedeutung verlieren.

Der gesamte europäische Kontinent kam zum erliegen und schaute verwirrt und machtlos zum Vulkan, der all das verursacht hatte. Diese Machtlosigkeit der Menschen erinnert uns an die Machtlosigkeit der Menschen am Jüngsten Tag: "Wenn die Erde erschüttert wird durch ihr heftiges Beben und die Erde hervorbringt ihre Lasten und der Mensch sagt: „Was ist mit ihr?“"23

 

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1 Al-An’ām 6:96

2 Al-Anbiyā` 21:23

3 Al-Muddathir 74:31

4 Ar-Ra’d 13:12-13

5 Al-A’rāf 7:179

6 Verzeichnet bei Bukhārī und Muşlim

7 At-Talāq 65:12

8 Fātir 35:15

9 Āli-’Imrān 3:154

10 Al-Mulk 67:20

11 Yūnuş 10:24

12 Al-Ĥadj 22:55

13 Yūşuf 12:107

14 Fuşşilat 41:53

15 Al-Wāqi’ah 56:73

16 Verzeichnet bei Bukhārī und Muşlim

17 Al-A’rāf 7:188

18 Ar-Rūm 30:41

19 Al-Ĥadj 22:1-2

20 At-Takkwīr 81:1

21 At-Takkwīr 81:2

22 At-Takkwīr 81:4

23 Az-Zalzalah 99:1-3

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