Ĥadīth: „Wer auch immer stirbt, während er Allah Teilhaber zuschreibt, tritt in das Höllenfeuer ein.“

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Und von Ibn Maş’ūd, Allahs Wohlgefallen auf ihn, wird berichtet, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte: „Wer auch immer stirbt, während er Allah Teilhaber zuschreibt, tritt in das Höllenfeuer ein.“[1]

Und bei Muslim ist verzeichnet, dass Djābir berichtet hat, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte: „Jeder, der Allah begegnet, ohne Ihm irgendjemanden (in der Dienerschaft) beigesellt zu haben, wird in das Paradies eintreten; und ein jeder, der Ihm begegnet und Ihm irgendjemanden beigesellt hat, wird in das Höllenfeuer eintreten.“

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Er sagte: „Und von Ibn Maş’ūd, Allahs Wohlgefallen auf ihn, wird berichtet, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte: „Wer auch immer stirbt, während er Allah etwas beigesellt, tritt in das Höllenfeuer ein.““ Dies ist eine Benachrichtigung vom Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, die besagt, dass derjenige, der stirbt, während er sich immer noch auf dem Schirk befindet, zu den Höhlenbewohnern gehören wird und dass ihm niemals vergeben wird. Und achtet hier auf das Wort „etwas“. Dies bezieht sich allgemein auf jede Art des Schirk, egal ob man dabei Allah einen Propheten, einen Wālī (Nahestehenden Allahs) oder einen Engel beigesellt. Denn Allah wird den Schirk niemals akzeptieren: "Allah vergibt gewiss nicht, dass man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will."[2]

Und wer kann schon wissen, wann er sterben wird? Und wer weiß überhaupt, in welchem Zustand er sterben wird? Eine Person sollte sich davor fürchten, ein schlechtes Ende zu haben und zu sterben, während er Allah Teilhaber zuschreibt, sodass er dann zu den Höhlenbewohnern gehören wird. Ein Mensch sollte deshalb sich ein Leben lang vor dem Schirk in Acht nehmen, da er schließlich nicht weiß, wann der Augenblick seines Todes sein wird, sodass er dann zu den Höhlenbewohnern gehören wird.

Hier wird klar auf die Furcht vor dem Schirk hingewiesen und dass einer Person sein Leben mit dem Schirk beendet werden kann, sodass er dann zu den Höhlenbewohnern gehören wird. Hier spielt es auch keine Rolle, ob er vorher zu den Leuten des Tauĥīds gehört hat, den Tauĥīd kannte, und den rechten Weg eingehalten hat. Er sollte sich stets davor fürchten, doch vom rechten Weg abzuweichen und Allah Teilhaber zuzuschreiben und auf diese Art zu sterben, sodass er dann schließlich zu den Höhlenbewohnern gehören wird. Möge Allah uns standhaft machen. Deshalb muss man sich stets vor dem Schirk in Acht nehmen.

Er sagte: „Und bei Muslim ist verzeichnet, dass Djābir berichtet hat, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte: „Jeder, der Allah begegnet, ohne Ihm irgendjemanden (in der Dienerschaft) beigesellt zu haben, wird in das Paradies eintreten.““ Hier wird die Vorzüglichkeit des Tauĥīds ersichtlich und dass derjenige, der mit dem Tauĥīd stirbt, ins Paradies eintreten wird. Dies ist ein Versprechen des erhabenen Allahs und Allah wird Sein Versprechen nicht brechen. Auch wenn dieser Mensch Sünden und Fehltritte hat, die jedoch kein Schirk sind, kann Allah ihm all diese vergeben und ihn ohne vorherige Bestrafung ins Paradies eintreten lassen. Allah kann ihn aber auch vorher für seine begangenen Sünden bestrafen und ihn danach ins Paradies eintreten lassen. Die Rückkehr eines Muwaĥĥids wird stets das Paradies sein, entweder von Anfang an oder zum Schluss.

Seine Aussage, „jeder, der Allah begegnet“, bedeutet, dass wenn eine Person stirbt. „Und ein jeder, der Ihm begegnet und Ihm irgendjemanden beigesellt hat, wird in das Höllenfeuer eintreten.“ Diese Aussage gleicht dem vorherigen Ĥadīth von Ibn Maş’ūd, der besagt, dass derjenige, der auf dem Schirk stirb, zu den Höllenbewohnern gehören wird. Möge Allah uns im Guten bewahren!

Hierin ist eine Warnung vor dem schlechten Ende, womit das Leben eines Menschen beendet werden kann. Hier wird aber auch die Nähe des Paradieses und des Höllenfeuers zu einer Person ersichtlich, so wie es der Scheikh, möge Allah mit ihm gnädig sein, erwähnt hat. Das, was dich vom Paradies oder dem Höllenfeuer trennt, ist der Tod. Und niemand kann wissen, ob er nicht doch jetzt sofort sterben wird, oder in wenigen Minuten, oder nach einem Monat, oder nach einem Jahr. Nichts steht zwischen dir und dem Paradies oder dem Höllenfeuer, außer dem Tod. Wenn eine Person stirbt, wird entweder ins höllenfeuer kommen oder ins Paradies. Hier zeigt sich, wie doch das Paradies und das Höllenfeuer nah sind an einer Person. Der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagt: „Das Paradies ist jedem von euch näher als sein Schnürsenkel, und ähnlich ist es auch mit dem Höllenfeuer.“[3] Du kannst in dieser Welt aufwachen und zu Abend bereits im Paradies sein oder umgekehrt.

In diesem Ĥadīth wird auf die Furcht hingewiesen vor dem Schirk und der Begegnung mit Allah, während man sich auf dem Schirk befindet, sodass man dann zu den Höllenbewohnern gehören wird. Möge Allah uns davor bewahren!

In den Texten dieses Kapitels wird also darauf hingewiesen, dass eine Person sich niemals von sich selbst täuschen lassen darf, egal wie viel Wissen er sich aneignen konnte oder Glaube und Erkenntnis er hat. Im Gegenteil, er muss sich seine Unfähigkeit eingestehen und dass er auf den erhabenen Allah stets angewiesen ist und dass wenn Allah ihn nicht beschützen würde, er der Gefahr ausgesetzt ist.

In diesem Kapitel wird auch die Bedeutung von „Lā Ilāha illa-llāh“ (es gibt keinen anbetungswürdigen Gott, außer Allah) deutlich, so wie es der Scheikh in seinen Sachverhalten beschrieben hat: „In diesem Kapitel wird die Bedeutung von „La Ilāha illa-llāh“ deutlich und zwar im letzten Ĥadīth: „Jeder, der Allah begegnet, ohne Ihm irgendjemanden (in der Dienerschaft) beigesellt zu haben, wird in das Paradies eintreten; und ein jeder, der Ihm begegnet und Ihm irgendjemanden beigesellt hat, wird in das Höllenfeuer eintreten.“ Das ist die Bedeutung von „Lā Ilāha illa-llāh“. Denn in diesem Ĥadīth wird sowohl auf den Tauĥīd als auch auf den Schirk hingewiesen. Die Worte von „Lā Ilāha illa-llāh“ bekräftigen den Tauĥīd und verneinen den Schirk. „Es gibt keinen anbetungswürdigen Gott“ (Lā Ilāha) ist eine Bekräftigung des Tauĥīds und „außer Allah“ (illa-llāh) eine Verneinung des Schirk.

Wir bitten den erhabenen Allah, Er möge uns das Wissen aneignen lassen, das nützlich ist für uns und dass Er uns zu den Taten verhilft, die rechtschaffend sind. Möge Er uns Standhaftigkeit in Seiner Religion geben und uns die Wahrheit als Wahrheit erkennen lassen und uns ihr folgen lassen und das Falsche als falsch erkennen lassen und uns von diesem fernhalten. Möge Er uns davor bewahren, dass das Falsche uns umhüllt, sodass wir dann in die Irre gehen werden. Und wir suchen Zuflucht bei Allah vor der Täuschung. Und wir suchen Zuflucht bei Allah vor der Bewunderung. Und wir suchen Zuflucht bei Allah vor dem Selbstlob, den Er in Seiner folgenden Aussage verboten hat: "So erklärt nicht euch selbst für lauter. Er weiß sehr wohl, wer gottesfürchtig ist."[4]

 

 

 



[1]
Verzeichnet bei Bukhārī

[2] An-Nişā` 4:48

[3] Verzeichnet bei Bukhārī

[4] An-Nadjm 53:32

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