Das Urteil über Sportbekleidung, auf dem sich Symbole der Kuffār (Ungläubigen) befinden

Frage:

Was ist das Urteil über das Tragen von Sportkleidungen, in denen Symbole der Kuffār zu finden sind, wie zum Beispiel Trikots, auf dem sich Symbole Italiens, Deutschlands oder Amerikas befinden, oder auf denen die Namen einiger Spieler geschrieben ist, die ungläubig sind?

 

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Kleidung, auf dem sich Symbole der Kuffār befinden, bedarf einer näheren Betrachtung:

  1. Wenn diese Symbole, die Religion der Kuffār präsentieren, wie zum Beispiel Kreuze und dergleichen, dann ist es nicht zulässig, solche Kleidung zu importieren, zu verkaufen oder zu tragen.
  2. Wenn diese Symbole die Verehrung von Personen beinhaltet, die ungläubig sind, indem ihre Bilder, ihre Namen und so weiter darauf zu finden sind, so sind auch solche Kleidungen, wie bereits oben erwähnt verboten (ĥarām).
  3. Wenn diese Symbole weder auf eine Anbetung deuten noch auf die Verehrung einer Person, sondern lediglich Markenzeichen sind, dann ist nichts Falsches daran.

Und Allah ist die Quelle der Kraft. Möge Allah unseren Propheten Muĥammad loben und Heil schenken, ihm, seiner Familie und seinen Gefährten.

 

Ständige Ausschuss der Gelehrten (Fatāwā al-Ladjnah ad-Dā`imah li l-Buĥūth al-‘Ilmiyyah wa l-Iftā`, 24/24)

Sind Tätowierungen verboten (ĥarām) im Islam

Frage:

Sind Tätowierungen ĥarām (verboten) im Islam? Wenn nicht, welche Symbole sind dann verboten? Ich weiß, dass es im Islam verboten ist, den Körper absichtlich zu verletzen, doch wie ist es, wenn das Tätowieren den Körper nicht verletzt, ist es trotzdem dann immer noch verboten?

 

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah. Und Lob und Heil seien auf seinen Gesandten.

Tätowierung, die die Haut mit einer Nadel sticht und mit in ihr dann einen blauen oder einen anderen Farbstoff injiziert, ist in allen Formen verboten, ob es Schmerzen verursacht oder nicht, denn es verändert die Schaffung von Allah und weil der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, diejenigen verflucht hat, die andere tätowieren oder sich selbst tätowieren lassen.

In Buchārī und Muşlim ist verzeichnet, dass ‘Abdullah Ibn Maş’ūd, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Allah verflucht die Frauen, die andere Frauen tätowieren oder sich selbst tätowieren lassen, anderen die Augenbrauen entfernen oder ihre eigenen entfernen, anderen die Zähne abfeilen oder ihre eigene abfeilen (um die Zwischenräume kosmetisch zu vergrößern) und somit die Schaffung Allahs verändern!“ [al-Buchārī in „al-Libāş“, 5587; Muşlim in „al-Libāş“, 5538].

Al-Qurtubī, möge Allah mit ihm gnädig sein, hat gesagt: „All die Aĥādīthe, die bezüglich dieser Thematik überliefet wurden, sind ein Zeugnis dafür, dass derjenige, der dies tut (also andere tätowiert oder sich selbst tätowieren lässt), verflucht ist und dass diese Tat zu den großen Sünden gehört. Die Gelehrten sind sich jedoch uneins bezüglich dem Grund, warum es verboten ist. Es wurde gesagt, dass es verboten ist, weil es eine Form der Täuschung ist, und andere sagten wiederum, dass es verboten ist, weil es eine Art der Veränderung der Schöpfung Allahs darstellt, so wie es Ibn Maşūd gesagt hat - dies ist die richtigere Ansicht und umfasst zugleich auch die erste Bedeutung.

Es wurde außerdem gesagt, dass lediglich das verboten ist, was dauerhaft bleibt, denn dies stellt eine Veränderung der Schaffung Allahs dar. Alles andere, was nicht dauerhaft bleibt, wie Kohle (bzw. Tusche), mit dem sich die Frauen schön machen, haben die Gelehrten als erlaubt erklärt. [Taffşīr al-Qurtubī, 5/393].

Scheich Ibn ‘Uthaimīn, möge Allah mit ihm gnädig sein, wurde einmal gefragt: „Was ist das Urteil über die so genannte befristeten Tätowierungen? Dies ist ein Art Bild, das auf ein Teil des Körpers geklebt wird und nach ein paar Tagen wieder verschwindet?

Er, möge Allah mit ihm gnädig sein, antwortete darauf: „Wenn es ein Bild eines Tieres (oder eines Menschen) ist, dann ist es verboten und ist somit nicht gestattet. Wenn es jedoch ein Bild von Bäumen oder ähnliches ist, dann ist es OK. Doch aus meiner Sicht ist es besser, es trotzdem nicht zu tun, da es eine zusätzliche Belastung für die Frauen darstellt, die ihre Zeit damit vergeuden werden, diese Muster anzubringen. Es ist also besser, dies nicht zu tun.“

[Aus den Fatāwāş von Scheich Ibn ‘Uthaimīn für die Zeitschrift „ad-Da’wah“, Heft: 1741, 7.2.1421 n.H. (11.05.2000 n.Ch.) S. 36].

Und Allah weiß es am besten!

Das Urteil über das Rasieren des Bartes wegen dem Beruf

Frage:

Ich hatte vor, einen bestimmten Beruf auszuüben, doch mir wurde dort die Bedingung gestellt, ich müsste dafür meinen Bart rasieren. Was soll ich machen?

 

Antwort:

Der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – hat gesagt:

„Es gibt keinen Gehorsam (gegenüber irgendjemanden), wenn man zu einer Sünde aufgefordert wird. Wahrlich, Gehorsam ist nur dann erlaubt, wenn das (dir) Befohlene nach islamischer Rechtslehre (Scharī‘ah) rechtens ist.“[1]

Der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – sagte auch:

„Es gibt keinen Gehorsam gegenüber der Schöpfung im Ungehorsam gegenüber dem Schöpfer.“[2]

Du solltest Allah fürchten und nach Seinem Wohlgefallen bestrebt sein und diese Bedingung ablehnen. Die Türen für den Erwerb des Lebensunterhaltes (ar-Risq) sind zahlreich und nicht verriegelt, im Gegenteil, sie sind sogar weit geöffnet und dafür sei Allah Dank. Der erhabene Allah sagt:

"Und dem, der Allah fürchtet, verschafft Er einen Ausweg und versorgt ihn in der Art und Weise, mit der er nicht rechnet."[3]

Jede Arbeit, in der ein Ungehorsam gegenüber Allah als Bedingung gestellt wird, solltest du ablehnen, auch wenn es sich dabei um eine Stelle beim Militär oder auch anderswo handelt. Lehne das ab und such nach einer anderen Arbeit, die der erhabene Allah legitimiert hat. Helfe ihnen nicht in Sünde und Übertretung, denn der erhabene Allah hat gesagt:

"Und helft einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit; doch helft einander nicht in Sünde und Übertretung."[4]

Möge Allah uns beistehen.

 

Scheich Ben Baz in „Nūr ‘Ala d-Darb“.



[1]
Buchārī und Muşlim

[2] Şaĥīĥ, verzeichnet bei Aĥmad – siehe Şaĥīĥu l-Djāmi‘

[3] Sure 65, at-Talāq, Vers 2f

[4] Sure 5, al-Mā`idah, Vers 2

Das Urteil über das Beten hinter jemanden, der sein Bart rasiert und seine Kleidung über die Knöchel trägt

Frage:

Darf ich hinter einer Person beten, der seinen Bart rasiert und seine Kleidung über seine Knöchel hängen lässt, aber den edlen Qur`ān auswendig kann? Darf man hinter solch einer Person beten oder nicht?

 

Antwort:

Hinter solch einer Person sollte man nicht beten und man sollte seine Ernennung zum Vorbeter wieder aufheben, außer wenn eine Notwendigkeit dieses verlangt und man nicht die Macht dazu hat, ihn wieder abzusetzen. Hier sollte man dann hinter ihm beten und nicht alleine. Man sollte auf jeden Fall mit der Gemeinschaft beten. Wenn es jedoch den Verantwortlichen möglich ist, ihn abzusetzen und an seiner Stelle einen anderen zu ernennen, der zu den Leuten der Wohltat gehört, dann ist es Pflicht für sie, dieses zu tun, da du ja über ihn erwähnt hattest, dass er seinen Bart rasiert und seine Kleidung über die Knöchel hängen lässt.

Die Verantwortlichen sollten jemanden ernennen, der den Befehlen Allahs nachkommt und ein islamisches Erscheinungsbild hat, indem er seinen Bart wachsen lässt und seine Kleidung nicht über die Knöchel hängen lässt. Sie sollten darauf achten, dass sie für die Moschee einen rechtschaffenen Imam finden, der sich auf dem geraden Weg Allahs befindet und seine Befehle umsetzt.

Doch wenn ihr mit einem Imam geprüft wurdet, der seinen Bart rasiert oder seine Kleidung über die Knöchel hängen lässt und ihr nicht die Möglichkeit habt, ihn abzusetzen, so betet nicht alleine, betet in der Gemeinschaft! Richtet an sie einen aufrichtigen Ratschlag (an-Naşīĥah) und wählt dabei schöne Worte und einen angemessenen Anlass, auf dass sie der erhabene Allah durch euer Handeln rechtleiten möge.

 

Scheich Ben Baz in „Nūr ‘Ala d-Darb“

Was ist die Definition des Bartes nach der islamischen Rechtslehre (Scharī‘ah)?

Frage:

Sind denn etwa das, was mit Bart gemeint ist, das Haar, was im Bart wächst oder auch alle Haare, die im Gesicht und am Hals wachsen?

 

Antwort:

Der Bart ist das, was an den Wangen und am Kinn wächst, so wie es die Autoren der Wörterbücher „al-Qāmūş“ und „Lişānu l-‘Arab“ definiert haben: „Bart ist eine starke Behaarung an Kinn und Wangen.“ Dieser Bart darf weder gekürzt noch rasiert werden. Das, was jedoch am Hals wächst, gehört nicht zum Bart.

 

 

Scheich Ben Baz in „Nūr ‘Ala d-Darb“.

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