Der Unterschied zwischen der Ĥaddādiyah und der Şalafiyyah

 


Frage:

Was ist der Unterschied zwischen der Ĥaddādiyah und der Şalafiyyah? Und wie können wir zwischen ihnen unterscheiden?

 

Antwort:

Der Unterschied zwischen ihnen ist, dass die Ĥaddādīs von einem Mann geführt wurden, der seinen Neigungen gefolgt ist. Er war voller Neid, Hass und Missachtung gegen die Gelehrten gewesen. Bereits in Ägypten, wo er gelebt hat, war er, bevor er hierhin (nach Saudi-Arabien) kam, bekannt für seine Anfeindung und seiner Bösartigkeit gegen die Gelehrten gewesen.

Als er nach Riyad kam und dort sieben Jahre blieb, hat er weder Ibn Bāz, noch Fauzān, noch at-Tuwīdjrī oder sonst irgendeinen Gelehrten der Şunnah aufgesucht. Auch nahm er kein Wissen von ihnen, weil sein Hass, seine Überheblichkeit und seine Arroganz dies nicht zugelassen haben. Danach kam er nach Medina mit einem bestimmten Vorhaben, nämlich eine Fittnah zu entfachen. Er ging also nach Medina und hat sich dort als eine Person gegeben, die höflich ist und an seine Religion festhält. Dabei hat er sein eigentliches Anliegen verdeckt gehalten. Durch diese List ist er an die Tazkiyah (Empfehlung) der Leute von Medina gekommen. Danach fing er an, all die Schurken und das Gesindel um sich zu scharen. Die Leute von Medina sind ihm erst dann auf die Schliche gekommen, als er eine Rebellion gegen sie und gegen die Gelehrten des Königreichs (Saudi-Arabien) angezettelt hat. Seine Rebellion weitete sich dann aus auf alle Gelehrte der Şunnah dieser Welt, nicht nur im Königreich. Auch gegen Djamīlur-Raĥmān haben sie, nach dem er verstorben war, ihren Hass gerichtet, möge Allah mit ihm gnädig sein und ihn als Märtyrer angenommen haben.

Dies ist eine Rebellion gegen die Ahlu ş-Şunnah und ihrem Manhadj. Wir haben uns an sie mit zahlreichen Ratschlägen gewandt. Bei Allah, ich habe mich an sie mit einem Ratschlag gewandt und war höflich zu ihnen gewesen. Ich habe mit ihnen höflich diskutiert, auf dass sie zurückkehren mögen – denn bei Allah wir wollen keine Fittnah. Doch sie haben auf diese Rebellion und diesem Übel bestanden und haben angefangen, die Ahlu ş-Şunnah mit ihren schändlichen Worten niederzumachen. Sie sagen, dass der und der ein Lügner sei, der und der ein Sittenloser und so weiter. Sie haben aus den Anfeindungen gegen Ibn Ĥadjar und asch-Schaukānī eine Brücke gemacht, um die Gelehrten der Ahlu ş-Şunnah niederzumachen.

Ein Şalafī ist hingegangen und hat mit ihnen über einige Briefe von al-Ĥaddād diskutiert. Dieser al-Ĥaddād ist daraufhin aufgesprungen und hat Kassetten und Bücher herausgebracht, wo darin er die Bücher der Ahlu ş-Şunnah niedergemacht, verleumdet, bekämpft und angefochten hat. Ein Jugendlicher hat ihm einmal widersprochen und zu ihm gesagt, warum er über Scheich Muĥammad Amān, Scheich Şāliĥ aş-Şuĥaimī, Muĥammad Ibn Rabee‘ und Rabee‘ Ben Hādī so schlecht rede und warum er Rabee‘ Ben Hādī vorwerfe, er habe diese Bücher verfasst. Dieser lügende al-Ĥaddād hat dann bei Allah geschworen, dass Rabee‘ derjenige war, der diese Bücher verfasst hat! Zu ihren Merkmalen gehören also Lügen, Ausschweifungen, Hass gegen die Gelehrten, der Versuch sie niederzumachen, Hochmut und Missachtung. Einige von ihnen hat dies sogar dazu gebracht zu sagen, dass der und der Großgelehrte zur Ehefrau von al-Ĥaddād gehen und sich vor ihr niederknien soll, um von ihr Wissen anzunehmen. Sie verachten die Gelehrten und bezeichnen sie als Unwissend!

Wer in sich solche Merkmale findet, ist ein Ĥaddādī. Derjenige, der gegen die Gelehrten rebelliert, sie anfechtet und versucht, sie auf die Art und Weise niederzumachen, die wir gewähnt haben, der ist ein Ĥaddādī.

Sie erklären andere zu Lügnern und feinden sie an. Wir haben deshalb die Lügen, die Fehler und den Irrweg ihres Scheichs gezeigt, doch hat sie dies nur noch fanatischer im Bezug auf ihren Scheich gemacht. Jeder, der diesen Leuten ähnelt, indem er fanatisch auf Personen reagiert, Beweise und Argumente zurückweist, und die Ahlu Şunnah anfeindet, ist ein Ĥaddādī, wenn nicht sogar schlimmer.

Heutzutage kursieren im Internet zahlreiche Gruppen, die diesem Beispiel folgen. Es gibt Gruppen im Internet, die die Ahlu Şunnah als Ĥaddādīs bezeichnen, obwohl sie selbst die Merkmale der Ĥaddādiyah tragen, nämlich Übertreibung, Lüge und das Zurückweisen der Wahrheit. Dies sind gerade die Merkmale der Ĥaddādiyah. Versteht diese Dinge genau und lernt, die Eigenschaften der Ĥaddādiyah richtig einzuordnen. Wenn ihr jemanden vorfindet, der diese Eigenschaften in sich verbirgt, dann wisset, dass er entweder der Ĥaddādiyah angehörig ist, ihr ähnelt oder schlimmer ist als sie.

Ein Gläubiger (Mu`min) sollte seine Religion, seinen Verstand, diesen Manhadj und diese Zugehörigkeit zur Şalafiyyah  respektieren. Er darf seinen Verstand nicht in Hände der Niedrigsten legen, die dann mit ihm, mit seiner Religion und seiner ‘Aqīdah spielen wie sie wollen. Die eigene Religion wird nicht bewahrt bleiben, wenn man sich diesen Menschen hingibt. Denn der absolute Gehorsam darf nur Allah aufgebracht werden. Und die absolute Loyalität darf auch nur Allah, Seinem Gesandten und den edlen Gefährten aufgebracht werden. Denn die Wahrheit ist stets beim Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu finden und die Gefährten wurden von dieser Wahrheit begleitet. Alle anderen, die nach ihnen kamen, sind diesbezüglich anders, sie treffen manchmal die Wahrheit und machen manchmal Fehler.

Die Übertreibung in der Religion gehört zu den übelsten Eigenschaften, dies gilt auch im Bezug auf Personen. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hat gesagt: „Rühmet mich nicht, wie die Christen ‘Īşā, der Sohn vom Maryam, rühmten.“ Wenn der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, es nicht zugelassen hat, dass man ihn auf diese Art und Weise rühmt, wie kann es dann zulässig sein, solche Zwerge zu rühmen – möge Allah uns davor bewahren. Sie blähen eine Person, die gebrechlich ist, auf, und machen aus ihm einen Giganten, einen Berg und so weiter. Dies ist eine Lüge über Allah und eine Übertreibung bezüglich Personen und Religion. Möge Allah uns vor solchen Eigenschaften bewahren!

So sind die Ĥaddādīs also, sie übertreiben im Bezug auf al-Ĥaddād und heben ihn hoch, obwohl dieser Mann ein Unwissender, ein Umherirrender und ein Ungerechter war. Und glaubt mir liebe Geschwister, er sagt: „Ich warne seit zwanzig Jahren vor den Ikhwān al-Muşlimīn, vor Şayyid Quttb und so weiter.“ Wir haben bis heute weder Buch von ihm gefunden noch eine Audioaufnahme, wo er diese bekämpft. Doch nur weil die Şalafīs ihn berührt haben, ist der zerbrechliche Löwe aufgesprungen und hat Bücher verfasst und Audios verbreitet, in denen er die Şalafīs scharf angreift. Er hat über al-Albānī ein Buch verfasst, das vierhundert Seiten hat. Dieses hat er mit Lügen und Verleumdungen gefüllt. Dieses Buch nannte er „al-Khamīş“ (das Heer)!

Gut, warum bist du dann nicht mit diesem Heer gegen die Rawāfid vorgerückt und warum hast du mit diesem „al-Khamīş“ nicht die Ikhwān al-Muşlimīn angegriffen? Du behauptest, du hättest seit zwanzig Jahren vor diesen Gruppen gewarnt? Warum bist du dann nicht mit diesem Heer gegen diese Gruppen vorgerückt? Rückst du etwa mit diesem Heer nur gegen al-Albānī vor, obwohl er ein Imām der Şunnah ist?!

Heutzutage gibt es ein neues Vorrücken dieser Leute. Da Scheich al-Albānī nicht mehr lebt, rücken sie nun gegen andere vor. Dies ist das Merkmal der Ĥaddādīs. Heutzutage gibt es eine Gruppe – diejenigen die sich im Internet befinden – die jetzt auch vorrücken wollen. Sie haben den „al-Khamīş“ von al-Ĥaddād. Sie rücken vor mit Büchern, Audioaufnahmen und Worten. Sie bezeichnen die Ahlu ş-Şunnah als Ĥaddādīs und merken gar nicht, dass sie die wahren Ĥaddādīs sind!

Wir richten deshalb einen Ratschlag an diese Leute, dass sie zu Allah reumütig zurückkehren und sich Ihm ergeben und unterwerfen sollen. Sie sollen diesen Manhadj, ihren Verstand und ihr Leben respektieren. Denn ansonsten erwartet uns ein schlimmes Übel, dass schlimmer ist als die Ĥaddādiyah.

Zu ihren Merkmalen gehört auch, dass sie für die Verstorbenen nicht bei Allah um Vergebung bitten (Taraĥĥum). Wenn du also sagst, „Ibn Ĥadjar und asch-Schaukānī, möge Allah mit ihnen gnädig sein“, dann sagen sie, dass du ein Mubtadi‘ bist. Wenn du sagst al-Ĥāfidh (ein Titel aus der Ĥadīth-Wissenschaft), dann sagen sie, dass du ein Mubtadi‘ bist. Und wenn du sagst, dass sie etwas von der Asch’ariyah-Ideologie hatten, dann fordern sie dich auf zu sagen, dass jeder von ihnen ein Mubtadi’ war. Wenn du dich weigern solltest, sie als Mubtadi’ zu bezeichnen, dann wirst du bei ihnen selbst zu einem Mubtadi’!

Wir haben zu ihnen gesagt, dass wenn wir sagen, dass jemand etwas von der Asch’ariyah-Ideologie hat, dann meinen wir damit auch gleichzeitig, dass er einige Bidd’ah hat. Eine Person sollte bei seinen Äußerungen Höflichkeit walten lassen. Es ist nicht notwendig über ihn zu sagen, dass er ein Mubtadi‘ ist. Ich habe ihnen dann weiter gesagt, dass ich breit bin, ihnen einige Abschnitte aus dem Leben von al-Buchārī vorzulesen, wo er an Djābir al-Dja’farī und anderen vorbei geht und zu ihm nicht sagt, dass er ein Mubtadi‘ ist, obwohl er weiß, dass dieser ein Rāfidī ist. Trotzdem sagt er nicht, dass dieser ein Mubtadi‘ ist. Denn dies ist nicht notwendig. Er hat seinen Irrweg gezeigt, um den Menschen einen Ratschlag zu geben. Doch ist es nicht notwendig zu sagen, dass er ein Mubtadi‘ ist oder nicht. Doch sie lehnten mein Angebot ab. Es rufen mich Leute aus dem Ausland an und sagen zu mir: „Was hältst du von Ibn Ĥadjar?“ Ich sage dann: „Er hat etwas von der Asch’ariyah-Ideologie.“ Dann sagen sie zu mir: „Du bist ein Irregegangener, du musst sagen, dass er ein Mubtadi‘ ist!“

Sie haben auch einige andere Dinge, an die ich mich gerade nicht erinnern kann. Wir werden noch zeigen, was die Merkmale der Ĥaddādiyah ist, wer die Ĥaddādīs in Wirklichkeit sind, was ihre Grundsätze sind und was ihre Ziele sind. (hier) Möge Allah euch segnen.

 

Die Frage wurde Scheich Rabee‘ Ben Hādī al-Madkhalī am 13.02.1423 n.H. (25.04.2002 n.Ch.) gestellt.

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