Voraussetzungen, die in einem Land erfüllt sein müssen, in das man auswandern möchte.

Frage:

Was sind die Voraussetzungen, die in einem Land erfüllt sein müssen, damit dieses zum „Gebiet des Krieges“ (Dār Ĥarb) oder zum einem „Gebiet des Unglaubens“ (Dār Kuffr) wird?

 

Antwort:

Alles Lob gehört Allah.

Jedes Land oder jedes Gebiet, wo darin die Herrscher oder Monarchen die Gesetze Allahs umsetzen, ihre Bürger mit der islamischen Scharī’ah regieren und den Bürgern die Möglichkeit gegeben ist, den Verpflichtungen der islamischen Scharī’ah nachzukommen, ist ein „Gebiet des Islam“. In diesen Ländern sind die Muslime dazu verpflichtet, den Herrschern im Guten zu gehorchen, sie zu beratschlagen und ihnen eine Hilfe im Aufbau des Staates und dessen Angelegenheiten…

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Darf man den Ungläubigen zu ihren religiösen Festen gratulieren?

Frage:

Was ist das Urteil bezüglich derer, die den Ungläubigen zu ihren religiösen Festen gratulieren?

 

Antwort:

Gepriesen sei Allah.

Das Gratulieren und Beglückwünschen der Ungläubigen zu Weinachten oder zu anderen religiösen Anlässen ist verboten (Ĥarām). Hierüber herrscht Einigkeit unter den Muslimen, so wie es Ibn al-Qayyim – möge Allah gnädig mit ihm sein – im Buch „Aĥkām Ahli dh-Dhimmah“ beschrieben hat, indem er sagte: „Was die Beglückwünschungen zu den Riten des Unglaubens anbetrifft, die allein dafür gemacht werden, so sind diese verboten. Hierüber herrscht Einigkeit unter den Muslimen. Wie zum Beispiel, dass man sie zu ihren Festen oder zu ihrem Fasten beglückwünscht, indem man sagt: „Frohes Fest“ oder „Mögen Sie Ihr Fest genießen“ oder ähnliches. Auch wenn derjenige, der dies sagt, zwar vom Unglauben verschont geblieben ist, so gehört dies immer noch zu den verbotenen Dingen. Dies gleicht der Tatsache, dass man jemanden für seine Niederwerfungen  für ein Kreuz beglückwünscht. Bei Allah ist all dies viel schlimmer und hassenswerter, als wenn man jemanden für sein Trinken von Alkohol, für sein Morden oder für irgendeine Sünde, die er begann, beglückwünscht. Viele, bei denen die Religion keine große Rolle spielt, geraten in solche Handlungen und sind sich nicht bewusst, wie abscheulich ihre Tat in Wirklichkeit ist. Wer einem Diener für seine Sünde, für eine Neuerung (Bid’ah) oder für sein Unglaube beglückwünscht, der hat sich selbst dem Zorn Allahs augesetzt.“

Das Beglückwünschen der Götzendiener zu ihren religiösen Festen ist dadurch verboten – und zwar auch zu dem Umfang, den Ibn al-Qayyim beschrieben hat – da dies impliziert, dass man das anerkannt hat, worauf sie sich an Unglaube befinden und es für sie einwilligt, auch wenn man für sich selbst diesen Glauben nicht einwilligt. Trotzdem ist es für einen Muslim verboten, die Riten des Unglaubens einzuwilligen oder jemanden bezüglich dieser zu beglückwünschen. Denn Allah willigt so etwas nicht ein. Er – Erhaben ist Er – hat gesagt:…

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Das Urteil über das Folgen der Madhāhib

Scheikh Şāliĥal-Fawzān, möge Allah ihn im Guten bewahren, hat gesagt: „Die Menschen unterteilen sich diesbezüglich in vier Kategorien:

Erste Kategorie:        Derjenige, der fähig ist, den absoluten Idjtihād1durchzuführen, indem er direkt vom Qur`ān und von der Şunnah nimmt und die Urteil vom Qur`ān und von der Şunnah selbst herleitet. Dieser ahmt niemanden nach (Taqlīd). Dies ist die höchste Ebene. Doch dieser kann nur jemand sein, bei dem die bekannten Voraussetzungen für den Idjtihād alle erfüllt sind, indem er wissend sein muss im Bezug auf das Buch Allahs und der Şunnah Seines Gesandten, möge Allah ihn loben und Heil schenken. Er muss…

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Die verschiedenen Arten der Fürsprache

Frage:

Ich habe gehört, dass manche sagen, dass die Fürsprache ein Besitzt Allahs allein ist  und dass sie bei niemanden gefragt werden darf außer bei Ihm. Andere wiederum sagen, dass Allah die Fürsprache auch Seinem Gesandten – möge Allah ihn loben und Heil schenken – und Seinen Gefolgsleuten (Auliyā`) gegeben hat und dass man sie darum fragen kann. Was ist nun richtig und was sind die Beweise dafür?

 

Antwort:

Gepriesen sei Allah.

Die Fürsprache (asch-Schafā’ah) ist das nehmen eines Vermittlers, um einen Nutzen zu erzielen oder um einen Schaden abzuwenden.

Die Fürsprache unterteilt sich in zwei Kategorien:

Erste Kategorie:       Die Fürsprache (asch-Schafā’ah), die am Jüngsten Tag (al-Āchirah), also am Tage der Auferstehung (al-Qiyāmah) sein wird.

Zweite Kategorie:     Die Fürsprache (asch-Schafā’ah), die in den irdischen Angelegenheiten sein wird.…

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Wo liegt der Nutzen für Tullāb al-‘Ilm im Lernen über die Sekten

 


Frage:

Wo liegt der Nutzen für Tullāb al-‘Ilm (Studenten des islamischen Wissens) im Lernen über die Sekten wie Mu’tazilah, Djahmiyyah und Chawāridj wo es diese Sekten heutzutage nicht (mehr) gibt?

 

Antwort:

Im Lernen über die Sekten in der heutigen Zeit liegt der Nutzen, dass man weiß, was die Sekten (an Argumenten) nahmen, sodass man sie wiederlegen kann, wenn sie auftreten. Und sie sind tatsächlich vorhanden. Was die Aussage des Fragenden angeht, sie seien heutzutage nicht (mehr) vorhanden, so  ist dies nur seine Sicht, allerdings ist uns und anderen, die sich mit dem Befinden der Menschen beschäftigen bekannt, dass diese Sekten vorhanden und aktiv im verbreiten ihrer Bidd‘ah sind. Deshalb besteht kein Zweifel am Lernen darüber, ihre Falschheit zu erkennen und die Wahrheit zu erkennen und diejenigen zu widerlegen, die darüber diskutieren.  

 

Kitāb al-‘Ilm von Scheich ‘Uthaimīn, Frage Nr.25

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