Erster Ĥadīth: „O Allah, ich suche Zuflucht bei dir vor dem al-Chubth und der al-Chabā`ith.“

 

عن أنس بن مالك  رَضي الله عَنْهُ أنَّ النبي صلى الله عليه وسلم  كَانَ إِذَا دَخَلَ الْخَلاءَ قَاَلَ: "اللهُمَّ إني أعُوذُ بِك من الْخُبثِ والْخَبائثِ".

 

Von Anaş Ibn Mālik – Allahs Wohlgefallen auf ihm – wird berichtet, dass wenn der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – vorhatte, eine Toilette zu betreten, er sagte: „O Allah, ich suche Zuflucht bei dir vor dem al-Chubth und der al-Chabā`ith.“ (Allāhummah Innī A’ūdhu bika mina l-Chubthi wa l-Chabā`ith.)

Hier wird Zuflucht gesucht vor den männlichen und weiblichen Satanen.

 

Sprachliche Analyse des Ĥadīths:

  1. „al-Chalā`“ (hier mit Toilette übersetzt), ist sprachlich gesehen ein Ort, der leer ist. Hier im Ĥadīth ist damit ein Ort gemeint, wo man vorhat seine Notdurft zu verrichten.

  2. „al-Chubth und al-Chabā`ith“: Wenn wir sagen al-Chubuth, dann sind damit die männlichen Satane gemeint. Und wenn wir sagen al-Chubth, dann ist damit das Übel gemeint. Somit sind beide Bedeutungen zutreffend. Man sucht bei Allah Zuflucht vor dem Übel und seinen Leuten, die ja die al-Chabā`ith sind.

 

Zusammenhängende Bedeutung:

Anaş Ibn Mālik, der die Ehre hatte, dem Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – zu dienen, hat uns in diesem Ĥadīth über das Benehmen des Propheten – möge Allah ihn loben und Heil schenken – berichtet, wenn er vorhatte seine Notdurft zu verrichten. Der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – hat keinen Augenblick ausgelassen, wo er seinen Herrn nicht gedachte und Zuflucht bei Ihm suchte.

Wenn der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – vorhatte, den Ort zu betreten, wo er seine Notdurft verrichten wollte, hat er Zuflucht bei Allah gesucht. Er wandte sich seinem Herrn zu, Er möge ihn vor dem Übel schützen, aus dem die Unreinheit entstand und dass Er ihn bewahren möge vor den al-Chabā`ith, die ja die Satane sind, die stets versuchen, dem Muslim die Angelegenheiten seiner Religion und die seiner Anbetung zu verderben.

Wenn doch der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – derjenige war, der umgeben war von der Unfehlbarkeit und trotzdem angst vor dem Übel und seinen Leuten hatte, dann ist es doch umso vorrangiger, dass unsere Angst viel größer sein muss. Wir sind diejenigen, die mehr darauf achten sollten, die Maßnahmen zu ergreifen, mit denen man sich vor den Feinden der Religion beschützen kann.

 

Der Nutzen aus diesem Ĥadīth:

1.                  Es ist erwünscht, dieses Bittegebet zu sagen, wenn man vorhat, den Ort zu betreten, wo man seine Notdurft verrichten möchte, um damit vor den Satanen sicher zu sein, die versuchen, einem das Gebet zu verderben.

2.                  Zu den Anfeindungen der Satane gehört es auch, dass sie versuchen einen zu verunreinigen, um ihm damit sein Gebet zu verderben. Deshalb sucht man bei Allah Zuflucht vor ihnen, um somit vor ihrem Schaden verschont zu bleiben.

3.                  Es ist verpflichtend, sich vor Unreinheiten zu schützen und dass man alle Maßnahmen ergreift, die dazu notwendig sind. Es ist authentisch überliefert worden, dass wenn man beim Urin ablassen sich nicht davor hütet, davon getroffen zu werden, dies ein Grund für die Peinigung im Grab sein kann.

 

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