KAPITEL: At-Tayammum

Scheich Āl BaşşāmAt-Tayammum bedeutet sprachlich: aufsuchen, wollen, beabsichtigen. Der erhabene Allah hat gesagt: "O die ihr glaubt, entweiht nicht […] die, die das geschützte Haus aufsuchen."[1]

Im Sprachgebrauch der Fiqh-Gelehrten bedeutet Tayammum das Streichen über das Gesicht und den Händen mit etwas aus Staub, Erde oder Sand. Denn derjenige, der über diese Gliedmaßen streichen will, sucht dabei Staub, Erde oder Sand auf. Einige Gelehrten haben es wie folgt definiert: Es ist eine auf Erde basierte Tahārah, die das Streichen des Gesichts und der Hände umfasst, im Falle, wenn kein Wasser vorhanden ist oder man nicht in der Lage ist, Wasser zu benutzen.

Mit dieser Art der Ersatzwaschung wurde die Ummah von Muĥammad ausgezeichnet, da Allah ihr ihre Sache leicht machen wollte. Er hat ihr ihre Scharī’ah einfach gemacht. Er schuf ihr aus jeder Unannehmlichkeit einen Ausweg und aus jedem Drangsal eine Erlösung. Er reinigte ihr Inneres genauso wie ihr Äußeres. Dies ist der Segen dieses edlen Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken.

Wenn das Wasser nicht vorhanden ist – der ja eine Grundlage des Lebens bildet – nicht man stattdessen die zweite Grundlage, nämlich Erde. So kann niemand die Reinheit völlig verlieren. Die Reinheit des Wassers reinigt sowohl innerlich als auch äußerlich.

Wenn jedoch dieses vollkommene Mittel nicht vorhanden ist, greift man auf eine andere Art der Reinheit zurück, nämlich Erde. Dadurch wird die innere Reinheit erlangt.

Somit herrscht kein Zweifel bezüglich seiner Weisheit und seines Nutzens für denjenigen, der mit der Gabe des Verständnisses beschenkt wurde.

Der Tayammum wurde im edlen Qur`ān und in der reinen Şunnah bekräftigt. Auch herrscht diesbezüglich unter der Ummah von Muĥammad Konsens.



[1]
Al-Mā`idah 5:2

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