Jede Neuerung (Bidd’ah) ist Irreführung

Eine Sache über die sich die Gelehrten in Ihrer Meinung überhaupt nicht unterscheiden ist die Tatsache, dass der Islam aufgebaut ist auf zwei großartige und grundlegende Prinzipien. Gewiss diese sind: Erstens, allein Allah zu verehren abseits von anderen und Zweitens, das Befolgen und Beispiel nehmen des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, abseits von anderen.

Wie auch immer, was ich hier nur besprechen will betrifft das Prinzip, welches aussagt: Der Īmān (Glaube) eines Muslims wird nicht vollständig bis er glaubt, dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, der Gesandte Allahs ist. Und dass wenn eine beliebige Person auf dem Gesicht dieser Erde Allahs Einheit bezeugen würde, entsprechend den drei Kategorien (des Tauĥīds), nicht eher Gläubig sein wird bis er hinzufügt, dass er glaubt, dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, Allahs Diener und Gesandter ist. Also ist es erforderlich für jeden Muslim die Bedeutung dieser wunderbaren Aussage (vom Tauĥīd) zu erlernen.

"Wisse nun, dass Lā Ilāha illa Allah (kein anbetungswürdiger Gott außer Allah ist)"[1]und erkenne den wahren Sinn dieser Bedeutung in zwei Teile an. Erstens, an ihn (den Sinn) zu glauben und zweitens, es in sich selbst zu verinnerlichen, durch seine Anbetung und sein Glaube in Allah.

Ebenfalls ist es obligatorisch für jeden Muslim die Bedeutung von „Und ich bezeuge, dass Muĥammad Allahs Diener und Gesandter ist“ zu kennen. Dieses Zeugnis (von der Bezeugung, dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, Allahs Diener und Gesandter ist) schließt das erste Zeugnis ab (von der Bezeugung, dass es keine Gottheit gibt, die mit Recht angebetet wird außer Allah). Auf Grund dessen ist das Glaubensbekenntnis nicht vollständig ohne dass der Muslim auch an das zweite Zeugnis glaubt – es erstens verstehend, glaubend und akzeptierend und dann zweitens anwendend in den Angelegenheiten dieses Lebens. Also bedingt unsere Aussage: „Und ich bezeuge, dass Muĥammad Allahs Diener und Gesandter ist“ unter anderem, dass wir glauben, dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, die Botschaft übermittelte und seine Aufgabe vollkommen und perfekt ausgeführt hat, derart, dass niemand nach ihm kommt, wie groß und Hoch dieser jemand auch sein möge, und einen Teil davon korrigieren oder verbessern kann. Unser Herr, möge Allah verherrlicht und erhaben sein, stellt diese Tatsache in der folgenden Aussage dar: "Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt."[2]

Deswegen ist es authentisch überliefert vom Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, aus zahlreichen Pfaden von Überlieferungen, dass er sagte: „Ich habe nichts ausgelassen von dem, was euch Allah näher bringen kann und euch entfernt von dem Höllenfeuer, ausgenommen dem was ich euch aufgetragen habe. Und ich habe nichts Ausgelassen, dass euch dem Höllenfeuer nähert und euch entfernt von Allah, außer dem was ich verbot.“

Also wurde kein Raum gelassen um etwas von ihr zu ergänzen, nicht mal für eine einfache oder eine belanglose Sache.

Deswegen wurde berichtet vom Imām aus Dār al-Hidjrah (Medina), Imām Mālik Ibn Annaş, möge Allah mit ihm gnädig sein, dass er sagte: „Wer auch immer eine Neuerung in den Islam einführt, welche er als gut erachtet, der hat behauptet dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, das Vertrauen des Übermittelns der Botschaft verrat. Lese die Aussage Allahs, des Allmächtigen und Majestätischen: "Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt."[3] Also was auch immer kein Teil der Religion an diesem Tage war, ist kein Teil dieser Religion am heutigen Tage. Und der letzte Teil dieser Ummah (Gemeinschaft) wird nicht berichtigt, außer durch dem was verbessert wurde im ersten Teil (der Ummah).“

Das war das Verständnis von Imām Mālik, der Imām aus Dār al-Hidjrah, derart, dass er schlechthin in einer klaren arabischen Aussprache sagte, dass wer auch immer nur eine Neuerung im Islam einführt und diese für etwas Gutes erachtet, in der Tat behauptet, dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, die Botschaft verrat. Und wer auch immer dies behauptet, glaubt nicht (aufrichtig), dass „Muĥammad Allahs Diener und Gesandter ist.“ Wie es sehr klar in den Worten des noblen Imām zu sehen ist, ist Neuerung „kein Teil dieser Religion am heutigen Tage.“

So ist es also an dem Muslim Ittibā’ (folgen des Propheten) durchzuführen, in der Art, dass er aufrichtig sein kann in seiner Aussage, dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, Allahs Gesandter und Diener ist und dass er, möge Allah ihn loben und Heil schenken, die vollkommene und reine Botschaft brachte, ohne etwas hinzuzufügen oder außer Acht zu lassen. Wenn dies das Argument ist, dann muss jeder Muslim das Ausmaß anerkennen und an den Punkten halt machen, wo sein Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, die Grenzen für ihn aufstellte, welche Taten der Anbetung und Taten des Gehorsams zu Allah sind. Dies ist so, weil die Feder mit dem was vorher offenbart wurde ausgetrocknet ist (i. E. Keine Offenbarung mehr nach Muĥammad). Und es wurde kein Raum gelassen, der eine Tat der Anbetung, die nicht schon vorher in den ersten Tagen existierte (vom Propheten), anerkennt. Folglich sind unsere rechtschaffenen Vorgänger (Şalaf aş-Şāliĥ) gekommen und gegangen, bestätigend des Umfanges des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, in dem er (der Prophet) erstens seine Mission erfüllte und die Botschaft übermittelte, wie du weißt. Und zweitens, dass er der beste Anbeter unter den Anbetern Allahs war und der Allah am meist Fürchtende. Also gibt es keinen Raum ihn zu korrigieren:

  1. Vom Standpunkt der Gesetzgebung (Offenbarte Inhalte) in der Religion, wie zu sehen ist in der Vers und im Kommentar von Imām Malik darüber.
  2. Derart würde behauptet werden, dass es jemanden gibt, der ein besserer Anbeter Allahs ist und Allah mehr verehrt als der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken. Dies ist unmöglich!

Also wer auch immer diese zwei Tatsachen verstanden hat, welche Bezug nehmen auf den Glauben, dass Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, Allahs Diener und Gesandter ist, der wird seiner Anbetung Allahs nur auf das beschränken, was von Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, in Aĥādīthen überliefert wurde. Und er wird kein anderes Vorbild oder Beispiel für sich nehmen als den Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken. Noch wird er jemals den zweiten Punkt behaupten, mit der Bedeutung es sei möglich, dass sich in den Gedanken eines Gläubigen darstellen würde, dass dieser jemand gehorsamer oder fürchtender gegenüber Allah ist, oder Allah mehr verehrt als er, möge Allah ihn loben und Heil schenken. Dies ist eine Sache der Unmöglichkeit.

Wir werden aufführen was überliefert wurde in den zwei Şaĥīĥ[4] Sammlungen mit der Befugnis von Annaş Ibn Mālik, möge Allah mit ihm gnädig sein, dass eine Gruppe von Leuten auszog um den Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu sehen, aber sie seine Frauen befragten, weil sie nicht in der Lage waren ihn zu finden. So fragten sie seine Frauen über die Anbetung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, Allah gegenüber, über sein Stehen im Gebet in der Nacht, sein Fasten während des Tages und über seine Beziehung zu seinen Frauen. So führten sie ihnen auf was sie über seine Führung diesbezüglich wussten – und seine Führung ist die beste Führung auf dem Gesicht dieser Erde, wie es geäußert wurde in der Khuttbah al-Ĥādjah: „Und die beste Führung ist die Führung Muĥammads.“ Die Frauen berichteten den Männern, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, fasten würde und sein Fasten brechen würde und dass er beten würde in der Nacht und auch schlafen würde und dass er Frauen heiraten würde.

Annaş, möge Allah mit ihm gnädig sein, sagte: „Als sie das von den Frauen des Propheten hörten, befanden sie seine Anbetung zu Allah für gering.“

Sie dachten sie wäre gering, auf Grund dessen was in Ihren Gedanken war. Sie dachten, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, die ganze Nacht lang beten würde, ständig fasten würde und wie ein Mönch nicht in die Nähe einer Frau kommen würde. So waren sie also überrascht etwas vorzufinden, was nicht mit ihrer Vorstellung übereinstimmte. Also nahmen sie an, dass der Grund dafür war, dass Allah die vergangenen und zukünftigen Sünden des Propheten vergeben hat. Also sagten sie: „Der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, verkleinerte nur seine Anbetung Allahs – welche sie dachten, dass sie klein war – weil Allah ihm seine Sünden vergab.“

Dies war ohne Zweifel ein Fehler ihrerseits. Dies ist so, da sie nicht wussten, dass diese Anbetung, die sie für klein und gering hielten in der Tat eine Anbetung darstellt, die von keinem vollkommen erfüllt werden kann, auch nicht durch die Besten in der Anbetung Allahs unter den Menschen, auch nicht Dawud – Allahs Frieden auf ihm, über den authentisch berichtet wird in Şaĥīĥ al-Bukhari, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte: „Dāwūd war der beste Anbeter Allahs unter der Menschheit.“

Diese Gruppe von Leuten wusste nicht, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, der beste Anbeter Allahs unter der Menschheit war mit seiner Anbetung. Auch die besten Diener Allahs unter der Menschheit sind nicht in der Lage seine Anbetung auszuführen, wie ich erklärt habe.

Und dies war unter den Dingen, worüber er, möge Allah ihn loben und Heil schenken, gefragt wurde als einige Leute – die wissend über seine Gewohnheiten waren, nicht wie die Gruppe von Leuten, die seine Gewohnheiten ignorierten – ihn fanden und Mitgefühl zeigten, als sie den Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, im Gebet stehen sahen und seine Füße angeschwollen waren. So sagten sie zu ihm, möge Allah ihn loben und Heil schenken: „O Gesandter Allahs! Allah vergab dir (doch) deine vergangenen und zukünftigen Sünden.“

Sie meinten damit: „Hab doch Erbarmen mit dir, O Gesandter Allahs! Sei leicht in deiner Anbetung, weil deine Füße anschwollen.“ Und seine, möge Allah ihn loben und Heil schenken, Antwort war: „Sollte ich deswegen kein Dankbarer Diener sein?“

Dies ist eine Widerlegung bezüglich der falschen Argumentation, die durch die kleine Gruppe von Leuten angestellt wurde, die sagte, dass der Grund für die leichte Anbetung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, gegenüber Allah die Vergebung Allahs seiner vergangenen und zukünftigen Sünden sei. Sie hatten kein Wissen darüber, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, in der Nacht solange im Gebet stand, dass seine Füße anschwollen. Also als zu ihm gesagt wurde: „O Gesandter Allahs! Allah vergab dir (doch) deine vergangenen und zukünftigen Sünden“, antwortete er: „Sollte ich deswegen kein dankbarer Diener sein?“

Basierend auf ihre Einbildung, die Anbetung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, gegenüber Allah sei gering und was sie wussten über die Vergebung Allahs seiner vergangenen und zukünftigen Sünden, nahm jeder dieser Personen in dieser kleinen Gruppe an, dass sie verpflichtet sind diese Anbetung zu überschreiten und dass sie das, was sie über die Anbetung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, gegenüber Allah hörten, mit Bezug auf sein Fasten, sein Beten in der Nacht und seine (eheliche) Beziehung mit Frauen, übertreffen müssten. So versprachen sie sich folgendes untereinander: Die erste Person sagte: „Ich werde die ganze Nacht beten und nicht schlafen.“ Die zweite Person sagte: „Was mich betrifft, ich werde ununterbrochen fasten und keinen Tag auslassen ohne zu fasten.“ Und die dritte Person sagte: Ich werde keine Frau heiraten.“

Warum? Weil sie annahmen, dass die Heirat eine Ablenkung ist und einem von der Perfektion der Anbetung Allahs abhält. Aber sie wussten nicht – und Allah weiß es am besten aber es wirkt auf mich so, als wären sie neu zum Islam zurückgekehrte Personen, die noch nichts über die Vorschriften und Regelungen im Islam lernten – dass die Heirat in sich eine Anbetung Allahs ist, wie es in einem bekannten Ĥadīth zu finden ist, als eine Gruppe von armen Leuten zum Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, kamen und sagten: „Die Leute mit großem Reichtum und Einkommen haben uns übertroffen – Sie beten, wie wir beten, sie fasten, wie wir fasten, und sie machen Ĥadj wie wir Ĥadj machen. Und sie spenden ihr Geld wohltätig, aber wir spenden nichts wohltätig!“ So sagte der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu ihnen: „Soll ich euch nicht anweisen etwas zu tun, was, wenn ihr es tut, euch verhilft diejenigen zu übertreffen die vor euch sind und die, die hinter euch sind euch niemals aufholen können (in der Belohnung), außer für diejenigen, die das Selbe wir ihr tun?“

So ging der Vertreter der armen Leute zurück zu seinen Gefährten aus dem armen Volk und überbrachte ihnen die frohe Kunde, die er vom Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, mitnahm. So waren sie sehr glücklich darüber davon zu hören. Wie auch immer, es verging nicht viel Zeit bis der Vertreter wieder zum Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, kam um ihm mitzuteilen: „O Gesandter Allahs! Was du uns erzähltest hat auch das reiche Volk erreicht, so begannen sie auch das zu tun was wir tun.“ So sagte der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken: „Dies ist die Großzügigkeit Allahs, welche Allah dem gibt, der ihm gefällt.“

Dies ist die Überlieferung von Imām Muşlim, zu finden in seinem Şaĥīĥ. In anderen Überlieferungen des Ĥadīths, wird berichtet, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu ihnen sagte: „Wahrlich in jedem Taşbīĥ (das sagen von Şubĥāna Allah) ist Wohltätigkeit für dich. Und in jeder Taĥmīd (Das sagen von al-Ĥamdulillah) ist Wohltätigkeit. Und in jeder Takbīr (Das sagen von Allahu Akbar) ist Wohltätigkeit. Und in jeder Tahlīl (Das sagen von Bişmillaah) ist Wohltätigkeit. Das gute gebieten ist Wohltätigkeit und das Schlechte verbieten ist Wohltätigkeit. Und das Entfernen von einem schädlichen Hindernis auf dem Weg ist Wohltätigkeit.“

Dann fuhr der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, fort mit der Aufzählung der noblen Charaktereigenschaften. Dann sagte er am Ende des Ĥadīths: „Und in euren Beziehungen mit euren Frauen, darin ist Wohltätigkeit.“ Sie sagten erstaunt: „O Gesandter Allahs, wird jemand von uns seine Begierden erfüllen (mit seinen Frauen) und dafür belohnt?“ So sagte der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken: „Siehst du nicht, dass wenn jemand es erfüllt in einer verbotenen Weise, dass er eine Bürde (einer Sünde) dafür trägt?“ Sie sagten: „Natürlich, O Gesandter Allahs.“ So sagte er: „Ebenso ist es, wenn er es auf einem erlaubtem Wege erfüllt so wird er dafür belohnt.“

Also waren sie sich nicht bewusst über diesen Ĥadīth und andere Aĥādīthe, in denen eine Anregung zur Heirat und insbesondere das Zeugen von Kindern und Nachkommen, wie es in dem authentischen Ĥadīth zu sehen ist, zu finden sind: „Heiratet die fruchtbaren und liebevollen Frauen, mit Gewissheit ich werde konkurrieren mit anderen Völkern durch euch, bezüglich demjenigen, der die größte Anhängerschaft hat am jüngsten Tage.“

Also derjenige, der heiratet und sich keusch hält und seine Frau keusch hält, der wird dafür belohnt werden. Diese Gruppe ignorierte dies, so war einer unter ihnen, der sich selbst versprach, dass er nicht heiraten würde, mit der Aussage: „Was mich betrifft, ich werde keine Frauen heiraten.“ Dann ging die Gruppe und als der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, heimkehrte, informierten ihn seine Frauen darüber, was sie von der Gruppe von Leuten an Versprechungen, die sie unter sich machten, hörten. Also sprach der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, über diese Angelegenheit in einer Khuttbah in der Moschee: „Was ist los mit den Leuten, die dies und dies sagen“ – Wiederholend vor den Zuhörern, was diese einzelnen Personen sagten als sie bei ihm zu Hause waren. Die letzte Person will keine Frauen heiraten. Der zweite sagte er würde jeden Tag fasten und keinen Tag auslassen ohne zu fasten. Und der Andere sagte, dass er die ganze Nacht beten will und nicht schlafen.“

Wie auch immer es gehörte zur Umgangsform und Anstand des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, wenn er die Leute ermahnte, verwies und belehrte, dass er die Fehler derjenigen, die Fehler verübten oder sündigten, versteckte in dem er nicht ihre Namen nannte. Also er stellte sie nicht bloß, vielmehr machte er Aussagen wie die oben erwähnte:  „Was ist los mit den Leuten, die dies und dies sagen?“ Dies ist so, weil es keinen Nutzen hat den Namen der Person zu nennen, die Fehler begangen hat, außer wenn seine Fehler eine große Gruppe von Leuten betrifft und er anwesend ist für die Mahnung. Aber wenn die Leute gehen und er geht verschwindet die Gelegenheit sie zu erinnern. Also in dieser Situation musste man es den Leuten öffentlich nennen. Und es ist nicht so, wie von manchen Leuten gedacht wird, die Bescheid wissen über das Wissen und die Güte beim Gebieten von Gutem und Verbieten von Schlechtem, für die es nicht realisiert wird, das die Güte nicht die Kritik an jemanden, der einen Fehler begann, der eine Gruppe von Leuten betrifft, aufhebt. Die Geschichten über unsere Şalaf (Vorgänger), gepriesen sei Allah, sind gefüllt mit Überlieferungen, die Zeugnis über diesen Fakt ablegen. Es ist genügend für mich nur zu nennen was die beiden Scheichs (al-Buchāri und Muşlim) in ihren Şaĥiĥs vom Ĥadīth von ’Abdullah Ibn ’Ummar überliefern, der sagte: ’Ummar Ibn al-Chattāb – Allahs Wohlgefallen auf ihm – hielt die Freitagsrede – Normalerweise in der Moschee des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, als ein Mann von den Gefährten des Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, eintrat – und in einer anderen Überlieferung wird berichtet, dass es ’Uthmān Ibn ‘Affān war. So stoppte ’Ummar seine Chuttbah und drehte sich in Richtung dieser Person, die zu spät kam und es verpasste früh zu kommen um die Freitagsrede zu hören. So antwortete die Person: „O Führer der Gläubigen, ich tat nichts anderes außer den Adhān (Gebetsruf) zu hören, die Gebetswaschung zu verrichten und zur Moschee zu kommen.“ So sagte er zu ihm rügend mit einer missbilligenden verhörenden Art: „Auch über den Wudu` (Gebetswaschung) hörte ich den Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagen: „Wer auch immer zum Freitagsgebet geht, soll Ĝuşl (Wollwaschung) verrichten.“

Der Punkt, den wir aus dieser Überlieferung ableiten wollen ist, dass er ’Uthmān Ibn ’Affan öffentlich vor einer großen Ansammlung von Zeugen rügte, weil er zu spät zur Freitagspredigt und Freitagsgebet kam. Also daher: Das Prinzip jemanden zu belehren und zu ermahnen basiert auf die Grundlage von: Verstecken der Fehler der Leute, außer es ist ein Nutzen darin, der veranlasst es öffentlich zu machen. Das ist das Prinzip, das der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, einschloss als er die Chuttbah hielt mit bezüglich der Gruppe von Leuten, die in sein Haus kamen. So sagte er: „Was ist los mit den Leuten, die dies und dies sagen?“. Er machte eine Andeutung auf diese Leute nannte aber niemanden von ihnen namentlich.

Der Punkt ist, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte: „Was mich betrifft…“, was eine Widerlegung des Wesentlichen ist was über die Leute berichtet wurde, die die Anbetung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, für gering hielten und dies damit begründeten, dass Allah ihm seine vergangenen und zukünftigen Sünden vergab. Also sagte er: „Was mich betrifft ich bin der Allah am meist fürchtende unter euch, und der meist gehorsame unter euch vor Allah. Was mich betrifft, gewiss ich faste und ich faste nicht […].“ Mit der Bedeutung, ich faste nicht ununterbrochen. „Und ich bete in der Nacht und ich schlafe […].“ Mit der Bedeutung, ich bleibe nicht die ganze Nacht wach, wie es gemacht wurde durch die Extremisten unter den Dienern die Ihre Anbetung steigerten mit dem Versuch die Anbetung des Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu übertreffen. Das ist der Grund warum ‘Ā`ischah sagte, wie es in Şaĥiĥ Muşlim berichtet wird: „Der Prophet verbrachte niemals eine ganze Nacht in der Anbetung.“

So sagte der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, uns ermahnend, dass die Religion Mäßigung ist und die Mäßigung Anbetung ist – Weder Übertreibung noch Vernachlässigung: „Was mich betrifft ich bin der Allah am meist fürchtende unter euch, und der meist gehorsame unter euch vor Allah. Was mich betrifft, gewiss ich faste und ich faste nicht. Und ich bete in der Nacht und ich schlafe. Und ich heirate Frauen. Also wer auch immer sich von meiner Şunnah abwendet, gehört nicht zu mir.“

Also die Şunnah des Propheten, wie sie zu uns kam vom Islam ist das wonach alle Muslime verpflichtet sind festzuhalten. Und ich garantiere, dass wenn Dawud, der der beste Diener unter der Menschheit war gemäß der Aussage des Gesandten Allahs, kommen würde nach dem der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, mit dem vollständigen und perfekten Islam gesandt wurde, er nicht in der Lage sein würde alle Taten der Anbetung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu umfassen. Das bedeutet alle Taten der Anbetung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, wiewohl in seiner Rede, seine Taten und stillen Zustimmung. Infolge dessen bleibt kein Platz für irgendeinen Muslim um Taten der Anbetung hinzuzufügen nachdem Allah seine Religion vervollkommnet hat durch die Sendung des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, mit dem perfekten Islam.

Also nach der Realisierung, dass der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, der Bester Anbeter unter der Menschheit ist und der meist gehorsame und fürchtende Allahs ist, sollte nichts anders zählen als das befolgen des Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken. Wir sind sicher, dass wir niemals in der Lage sein werden die Anbetung des Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu umfassen, außer zeitweise oder zu kurzen Zeitperioden. So sind wir völlig unfähig den Fußstapfen des Gesandten Allahs zu folgen in seiner Anbetung. Das ist unmöglich – mit Respekt gegenüber jedem Einzelnen unter der Menschheit nach dem Propheten.

Darum bleibt nichts außer, dass wir alle zwei Dinge bestreben:

Erstens: Die Şunnah des Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu lernen in allen Angelegenheiten die zu uns gelangen vom Islam – wiewohl im Glauben oder in der Anbetung oder in der Charakteristik und Benehmen. Und wie ich vorher sagte, wir werden niemals in der Lage sein mehr zu tun als ihn nur nachzuahmen, wie es gesagt wurde: „So ahme ihnen nach wenn du nicht wie sie bist, wahrlich, das Nachahmen der Rechtschaffenen ist Erfolg.“

Es ist nicht zulässig jemand anderen unter der Menschheit zu folgen außer ihm, weil er der perfekteste der Menschen ist gemäß der einstimmigen Zustimmung. Und jeder, der ihm nachahmt und folgt nachdem er ging wird überwältigt sein von seinem Ozean der Anbetung.

Zweitens: Das ist die erste Sache – dass wir die Şunnah des Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, kennen müssen zustimmend zu der breiten und erheblichen Bedeutung. Dies ist seit der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, bezüglich der Gruppe von Leuten sagte: „Also wer auch immer sich von meiner Şunnah abwendet, gehört nicht zu mir.“ Dieser Satz in diesem Ĥadith bezieht sich nicht auf die Verlassenheit der empfohlenen Şunnah Handlungen, z. B., dass diese Person nicht vom Propheten ist. Das ist nicht was gemeint ist mit diesem Ĥadith. Vielmehr ist die Bedeutung dieses Ĥadīths: „Also wer auch immer sich von meiner Şunnah abwendet“ bedeutet von meinem Weg und von meiner Methodik in allen Angelegenheiten meines religiösen Lebens. Das ist die Art einer Person die nicht von ihm ist. Und diese Art von Person variiert mit Hinblick auf seine Angelegenheiten des Befolgens des Propheten.

Also hat die Şunnah zwei Bedeutungen:

Erstens: Eine religiöse und auf die arabische Sprache basierende, und es ist das worüber der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, und diejenigen die seinem Wege folgten waren.

Zweitens: Das, was bei den Gelehrten als Brauch Auftritt als Trennwand der Anbetung in zwei Typen – Fard (Pflicht) und Şunnah (empfohlen). Die Şunnah hier in Zustimmung mit Ihrer Definition ist: „Das wofür jemand der es tut belohnt wird und für jemand der es unterlässt nicht bestraft wird.“

Also für die Person die die Şunnah des Gesandten Allah, möge Allah ihn loben und Heil schenken, mit ihrer ersten Bedeutung unterlässt – i. E. sein Weg und seine Methodik – diese Person ist in Irreführung. Und seine Abweichung kann entweder groß oder klein sein in Abhängigkeit von seiner Nähe und Abgeschiedenheit des befolgen des Gesandten Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken. Basierend darauf sollten wir sehen, dass es keine Notwendigkeit gibt etwas zu ändern oder eine „gute Neuerung“ (Bidd’ah Ĥaşanah) in den Islam einzuführen, behauptend das nichts Falsches an einer Neuerung ist. Dies ist so, weil wir uns als unfähig sehen sollten dem vortrefflichen Propheten zu folgen in allem was uns überliefert wurde bezüglich seiner Anbetung Allahs, ob es nun mit dem Bittgebet zusammenhängt, dem Gedenken an Allah oder das Gebet. Also ist es ausreichend ihm zu folgen, gemäß unseren Fähigkeiten. Hier möchte ich eine Geschichte erwähnen, die überliefert ist bei al-Buchari in seinem Şaĥiĥ, damit du den Wert von Allahs Aussage realisierst: "Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt."

Al-Buchāri berichtet, dass einer der jüdischen Rabbis zu ’Ummar Ibn al-Chattāb kam während der Zeit seines Kalifats und zu ihm sagte: Von ’Ummar Ibn al-Chattāb wurde berichtet, dass ein Jude zu ihm sagte: „O Führer der Gläubigen, es gibt eine Āyah (Vers) in eurem Buch, die ihr rezitiert. Wäre sie auf uns Juden herab gesandt worden, hätten wir den Tag ihrer Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht.“ Er (’Ummar) fragte: „Welche Āyah ist diese?“ Der Jude nannte den Wortlaut wie folgt: "Heute habe Ich euch eure Religion vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Glauben erwählt […]." ’Ummar sagte: „Wir kennen doch diesen Tag und wissen, an welchem Ort diese Āyah auf den Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, herab gesandt worden ist! Es war an einem Freitag während er in ’Arafat stand (i. E. in seiner Abschiedspilgerfahrt).“

Warum sagte dieser Jude: „Wäre sie auf uns Juden herab gesandt worden, hätten wir den Tag ihrer Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht.“ Er sagte dies, weil er sich bewusst war über die Großartigkeit dieses Segens, welche Allah über seine Diener verlieh. Aber was ist mit uns Muslimen von heute? Bedauerlicherweise verleihen wir diesem großen Segen keinen Wert. Das ist der Grund warum man viele Leute in der Vergangenheit fand – in vergangenen Generationen – die die Muslime füllten mit Gebeten, Worten des Gedenkens und Bittgebeten, die nicht vom Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, kamen. Was zu uns kam vom Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, ist wahrhaftig genügend und passend. Fakt ist, es ist mehr als unsere menschliche Befähigung erfassen kann. Wie auch immer, jeder von uns nimmt von dieser Anbetung wozu er im Stande ist und was seiner Befähigung und Vermögen entspricht.

 



[1]
Muĥammad 47:19

[2] al-Mā’idah 5:3

[3] al-Mā’idah 5:3

[4] also Şaĥiĥ al-Buchari und Şaĥiĥ Muşlim

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